Eritrea – Die Perle Ostafrikas

Eritrea – Die Perle Ostafrikas

Eritrea vereint das Abenteuer Afrika und die Kulinarik Italiens. Das kleine Land am Horn von Afrika ist ein echter Geheimtipp. Ich nehme euch mit auf meine Reise durch dieses faszinierende Land.

Asmara

UNESCO Weltkulturerbe und Traum für jeden Architekturbegeisterten

Die Hauptstadt Eritreas ist noch sehr vom Baustil der ehemaligen Kolonialmacht Italien geprägt. Eine Vielzahl der Gebäude im Zentrum der Stadt stammen noch aus den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts, welche der klassischen Moderne zugeordnet werden können. Diese architektonischen Schätze sind bis heute in mehr oder weniger gutem Zustand erhalten geblieben. Das wohl bekannteste Gebäude Asmaras ist die Fiat Tagliero Tankstelle (Bild) im Herzen der Stadt aus dem Jahre 1938.

Asmara glänzt aber nicht nur durch seine wunderbaren Art Déco Bauten, sondern auch durch die wohl einzigartigste Bowlingbahn der Welt. Hier kann man für kleines Geld auf Bahnen spielen, die über 60 Jahre alt sind. Die Pin’s werden in dieser historischen Bahn noch von Hand aufgestellt, wodurch eine Bowling-Partie zu einem einmaligen Erlebnis wird.


Dampfend nach Massawa

Mit einer italienischen Dampflok auf historischen Gleisen

Für Eisenbahnfreaks ist Eritrea ein gelobtes Land, die Mallets, italienische Dampflokomotiven aus den 30ern, sind bis heute noch in betriebsfähigem Zustand. Die komplette geschichtsträchtige Strecke von Asmara nach Massawa am Rote Meer kann aufgrund von unterspülten Gleisen nicht mehr befahren werden, jedoch ist eine Fahrt bis kurz vor Embatkala möglich. Die von den Italienern errichtete Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 950mm wird heute nur noch von Touristen genutzt. Der Erztransport aus dem Hochland Eritreas ans Rote Meer wurde vor Jahren auf die Straße verlegt. Neben den noch funktionsfähigen Dampfloks konnte ich Zeuge der wohl letzten Ausfahrt einer Littorina, eines im Jahre 1936 gebauten FIAT Dieseltriebwagens, werden. Dank der harten Arbeit einiger Azubis aus Deutschland, welche drei Wochen an der Wiederherstellung von dessen Betriebsfähigkeit gearbeitet haben, konnte eine unvergessliche Ausfahrt gemacht werden. Diese endete jedoch leider mit einem Abschleppservice durch eine Dampflokomotive, da die Motoren der Littorina überhitzen.


Panzerfriedhof

Eine Erinnerung an den Krieg

Der Panzerfriedhof am Rande der Hauptstadt ist ein Mahnmal für den Krieg zwischen Eritrea und Äthiopien. Dieser zwei Jahre andauernde Krieg führte zu meterhohen Altmetallbergen. In den aufgetürmten Haufen kann man neben Panzern auch ausgeweidete Fahrzeuge jeglicher Art entdecken. Am überraschendsten war für mich ein ausgeschlachteter Bus, auf dem noch die (Bier-)Werbung des ursprünglichen Besitzers angebracht war.
Der Panzerfriedhof kann wie so vieles in Eritrea nur mit einer Genehmigung besucht werden, zum Glück war diese äußerst einfach zu bekommen. 

Diesen Beitrag schrieb unser Freund Malik. Er ist selbständig (Hai Class Agency) und nimmt sich die Freiheit zu reisen, wohin er will und wann er will. Damals getrieben von Error Fares, legt er heute wert auf prägende Erfahrungen, kulturellen Austausch und leckeres Essen.

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