Namibia – Afrika für Anfänger

Namibia – Afrika für Anfänger

Für jeden, der schon immer von einer Reise nach Afrika geträumt hat, ist Namibia definitiv ein guter Einstieg. Die ehemalige deutsche Kolonie fasziniert durch ihre atemberaubende Landschaft und Tierwelt. Ich nehme euch mit auf eine Reise durch mein Lieblingsland am afrikanischen Kontinent.

Brandberg

Auf den Spuren unserer Vorfahren

Der “Brandberg” ist eigentlich ein Bergmassiv, welches über 400km2 der namibischen Landesfläche einnimmt. Das Gebirge beherbergt auch Namibias höchsten Berg, den Königsstein, mit über 2500m Höhe. Der Brandberg ist allerdings nicht nur für Bergsteiger und Fotografen ein Traumziel, sondern auch für Historiker, denn am östlichen Rand des Massivs kann man Felsmalereien bestaunen. Der Weg zu den Malereien ist etwas beschwerlich, da die Temperaturen in der Halbwüste um den Brandberg herum auch in den Wintermonaten weit über 20°C erreichen können. Die ein- bis zweistündige (je nach Kondition) Wanderung ohne jeglichen Schatten lohnt sich aber auf jeden Fall!

Im Mittelpunkt der Felsmalerei steht die “White Lady”, welche vor über 2000 Jahren unter einen Steinvorsprung gemalt wurde. Der obligatorische Führer, welcher jeder Gruppe, so klein sie auch sein mag, zugeteilt wird, erklärt die nur noch schemenhaften Felsmalereien und schützt diese zugleich vor Vandalismus durch den “Massentourismus”.  Bei meiner Wanderung, welche ich deutlich in unter der vorgegeben Zeit absolvierte, traf ich am gesamten Weg nur ein anderes Pärchen.


Etosha

Das tierische Highlight im Norden des Landes

Der Etosha National Park war definitiv das Highlight auf meiner Namibia Rundreise. Das Schutzgebiet ist rund 23.000km2 groß und die Fauna in diesem National Park ist sehr beeindruckend, nahezu alle Großwildarten kommen hier vor. Wer sich die “Big Five” auf die To-Do-Liste geschrieben hat, wird bei diesem Reiseziel auf jeden Fall fündig.

Es war meine erste Safari (im eigenen Mietwagen noch dazu) und natürlich war ich am Anfang von jedem Tier fasziniert, da verlor ich schnell den Fokus auf die eher selteneren Tierarten wie Elefant, Nashorn oder Löwe, welche es nicht in Massen an jedem Wasserloch zu sehen gab. Durch Zufall konnte ich ein Nashorn entdecken, zunächst ein ganz unscheinbarer grauer Fleck am Horizont, der sich langsam, aber bestimmt dem Wagen näherte. Da machte sich auch etwas Panik in mir breit, was wenn “es” auf mein Auto zuläuft? Mit eingelegtem Gang, Schlüssel auf Zündstellung und ich meinerseits schweißüberströmt, zog das Nashorn, ohne nur mit einer Wimper zu zucken, vorbei. Als es in sicherer Entfernung war, fiel die innere Anspannung von mir ab und ich fuhr im beginnenden Sonnenuntergang erleichtert Richtung Unterkunft.


Windhoek

Schmelztiegel afrikanischer und europäischer Einflüsse

Windhoek, die Hauptstadt und zugleich größte Stadt, ist das Zentrum des sonst so dünn besiedelten Landes. Die Spuren der Kolonialzeit sind auch heute noch wahrzunehmen und es kommt mehr als einmal vor, dass das Navi einen deutsch klingenden Straßennamen ansagt. Namen wie Bismarckstraße, Bahnhofstraße oder Gutenbergstraße sind nämlich keine Seltenheit im Zentrum von Windhuk, wie die Stadt offiziell zwischen 1903-1918 hieß.

Das wohl bekannteste Bauwerk der Stadt ist die Christuskirche, ein evangelisch-lutherisches Gotteshaus. Die im neoromanischen Stil erbaute Kirche könnte eins zu eins auch in jeder größeren deutschen Stadt stehen.

Natürlich kommt in diesem Schmelztiegel auch der Gaumen nicht zu kurz. Die lokale Küche vereint mit dem auch heute noch nach Reinheitsgebot gebrautem Bier ergibt eine wunderbare Komposition für jede Geschmacksknospe. Für uns eher unvorstellbar, aber in Namibia an der Tagesordnung, ist der Verzehr von lokalen Tieren wie Antilopen, Strauß oder auch Zebra – ein wahrlicher Genuss!

Diesen Beitrag schrieb unser Freund Malik. Er ist selbständig (Hai Class Agency) und nimmt sich die Freiheit zu reisen, wohin er will und wann er will. Damals getrieben von Error Fares, legt er heute wert auf prägende Erfahrungen, kulturellen Austausch und leckeres Essen.

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