Die rumänische Stadt Timisoara entdecken

Die rumänische Stadt Timisoara entdecken

Mitten im rumänischen Nirgendwo liegt die Stadt Timisoara. Dieser recht unbekannte Ort verdient weitaus mehr Aufmerksamkeit. Noch eine Unbekannte, wird Timisoara 2021 sogar Kulturhauptstadt Europas sein. Zu Recht!

Spaziergang durch die historische Innenstadt

Zwischen Wiener Prunk und osteuropäischem Charme

Die Innenstadt Timisoaras ist überraschend. Hier bilden Gegensätze eine Einheit. Versteckt zwischen markanten Hochhäusern im alt-sowjetischen Stil (Plattenbau) finden sich Prachtbauten nach Wiener Vorbild. Die Bewohner sind auch heute noch stark durch die historischen Einflüsse Österreichs geprägt – die ältere Bevölkerung spricht eine Art österreichischen Dialekt. Bunte und große Plätzen laden zum Entdecken ein. Bei einem Spaziergang finden sich viele kleine Läden, Cafés und Restaurants. Das Schöne: Timisoara ist kaum bis gar nicht touristisch geprägt. Die Einwohner begegneten uns daher offen, herzlich und sehr interessiert.


Traditionell rumänische Küche

Im Herzen der Stadt: Restaurant Timisoreana

Lange Spaziergänge durch Timisoara (dazu oben) machen hungrig. Glücklicherweise findet sich im Zentrum der Stadt, direkt neben dem Opernhaus, das beachtlich traditionelle Restaurant Timisoreana (Paiata Victoriei 2, Timisoara). Die traditionelle Live-Musik ist schon beim Hinabsteigen in den Keller des Wirtshauses zu hören. Diese sollte unser Abendessen übrigens in voller Lautstärke, aber umso unterhaltsamer begleiten. Unsere deftige Probierplatte kam bunt mit Würstchen, Speck, gebratenem Schinken und Gemüse daher. Zusammen mit der ein oder anderen Flasche rumänischen Weins lässt sich ein fröhlicher Abend inmitten der Einheimischen verbringen. Poftă bună! (Guten Appetit!)


Altes Opernhaus mit besonderem Charme

Der Vergangenheit gehört die Zukunft

Am letzten Abend unseres Aufenthalts wollten wir etwas ganz Besonderes erleben. Im Restaurant Timisoreana empfahl uns der Wirt am Abend zuvor, die letzte Vorstellung der Saison im Opernhaus zu besuchen. Das Gebäude ist ein Kulturpalast im Renaissancestil, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts. Die kunstvoll mit Gold verzierten Balkone sowie die roten Teppiche zeugen von einer traditionsreichen Vergangenheit. Das Interieur sowie die Requisiten sind schon etwas in die Jahre gekommen, sie wirken altertümlich, gestanden, interessant. Aufgeführt wird alles in der historischen Originalinterpretation, was zu dieser Kulisse hervorragend passt. Der Glanz der alten Zeit spiegelt sich überall im Gebäude wieder und man wir dazu eingeladen, die Vergangenheit hautnah zu erleben. Wir haben übrigens eine richtig gute Darbietung der Oper Aida angesehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.